Einsteigerseminar Hühnerclickern

Steigerwald.Training tiergerecht

Hühnerclickern Einsteigerseminar

Dieses Seminar ist offen für alle, die sich für Training interessieren, egal wie der bisherige Erfahrungshorizont ist. Auch muss man sich nicht mit Hühnern auskennen, um sie hier im Seminar trainieren zu können 😉

Bei unserem Schnupper- Seminar gibt es die Möglichkeit, mit Hühnern zu trainieren, egal mit welcher Tierart man sonst Umgang pflegt.
Hühner sind fantastische Trainingspartner – sie schulen z.B. unser Timing ungemein. In diesem Seminar geht es darum, an den menschlichen Fähigkeiten zu arbeiten, damit die Kommunikation mit dem eigenen Tier besser wird.

Anhand verschiedener Aufgaben, die jeder zuerst ohne, dann mit Huhn trainiert, bekommen die Teilnehmer die Möglichkeit, Timing und Beobachtungsgabe zu verbessern. Trainerspiele und Theorie gehören selbstverständlich mit dazu, denn: Wenn du weißt, was du tust, kann dein Tier tun, was du willst.

Die Termine für das erste Halbjahr 2017:

21. Januar

2. April

29.April

11. Juni

Zeiten: 10:00 bis 18:00 Uhr

Kosten: 120,- incl. MWSt.

Für das Mittagessen bringt bitte jeder etwas zum Buffet mit.

Anmeldung mit Angabe von Post- und Mailadresse bitte an:

Nina Steigerwald
Ochtmannier Dorfstr. 19
27305 Süstedt

Tel. 04247- 970 3993
0172- 40 68 114

Einsteigerseminar Hühnertraining

Hühnereinsteigerseminar

Bei unserem Schnupper- Seminar am 23. Oktober 2016 gibt es die Möglichkeit, mit Hühnern zu trainieren, egal mit welcher Tierart man sonst Umgang pflegt. Dieses Seminar ist offen für alle, die sich für Training interessieren, egal wie der bisherige Erfahrungshorizont ist. Auch muss man sich nicht mit Hühnern auskennen, um sie hier im Seminar trainieren zu können 😉

Hühner sind fantastische Trainingspartner – sie schulen z.B. unser Timing ungemein. In diesem Seminar geht es darum, an den menschlichen Fähigkeiten zu arbeiten, damit die Kommunikation mit dem eigenen Tier besser wird.

Anhand verschiedener Aufgaben, die jeder zuerst ohne, dann mit Huhn trainiert, bekommen die Teilnehmer die Möglichkeit, Timing und Beobachtungsgabe zu verbessern. Trainerspiele und Theorie gehören selbstverständlich mit dazu, denn: Wenn du weißt, was du tust, kann dein Tier tun, was du willst.

Zeiten: 10:00 bis 18:00 Uhr

Kosten: 120,- incl. MWSt.

Für das Mittagessen bringt bitte jeder etwas zum Buffet mit.

Anmeldung an:

Nina Steigerwald
Ochtmannier Dorfstr. 19
27305 Süstedt

Tel. 04247- 970 3993
0172- 40 68 114

Lass dich Knuddeln! Gewöhnungs-Seminar

Grissella lässt sich gut anfassen

Wie man Tiere an Handling und ungewöhnliche Berührungen gewöhnt.

In guten Zoos ist Medical Training eine Selbstverständlichkeit. Hier bringt man Wildtieren mit positiver Verstärkung bei, bei notwendigen Pflegemaßnahmen und medizinische Behandlungen kooperativ mitzuarbeiten bzw. still zu halten. Auch im Haustierbereich setzt sich die Erkenntnis durch, dass es hochgradig sinnvoll ist, sein Tier vor dem Tierarztbesuch auf unangenehme Manipulationen an seinem Körper vorzubereiten. Wie ist es nun mit Tieren, die „von Berufs wegen“ immer wieder mit etwas konfrontiert werden, was ihnen vom Instinkt her unangenehm ist? Wenn Tiere im therapeutisch- sozialen Bereich wie z.B. Kindergärten oder Seniorenheimen eingesetzt werden, kann man oftmals nicht sicherstellen, dass die Berührungen immer angenehm sind. Welcher Hund mag schon von sich aus, wenn man ihn an der Rute zieht, welches Pferd genießt es, herzhaft auf die Stirn geklopft zu werden? Damit diese Tiere zuverlässig und mit Freude ihre Arbeit verrichten, gibt es Gewöhnungstraining. So wird erreicht, dass eine Handlung des Menschen, die ohne Training Meide-oder Aggressionsverhalten auslösen würde, zu einem höchst akzeptablen Ereignis wird.

Wir werden die Vorgehensweise hierfür mit Hühnern trainieren, die in vielerlei Hinsicht als Schulungspartner sehr geeignet sind.

Sie suchen ihr Heil fast immer in der Flucht, es ist also risikoärmer für den Trainer, sollte man einen Fehler im Trainingsaufbau machen.
Berührungen, egal wo am Körper, vermeiden sie ohne Gewöhnung resp. Training. Hühner mögen es leider nicht, gestreichelt zu werden, dies bringt nämlich ihr Gefieder in Unordnung. Dies gilt auch für auf dem Arm zu kuscheln und sich tragen zu lassen.
Mit Hühnern haben wir kurze Wege und können leicht eine Pause im Training machen, um zu überprüfen, wie gut unser Plan funktioniert.

Dies ist ein praxisorientierter Workshop. Die Lerngesetze hinter unserer Vorgehensweise werden wir vorher erörtern und besprechen. Die Theorie bekommt also direkt ihre Umsetzung am Huhn.

So lernt ihr, immer im Komfortbereich des Tieres zu bleiben und dabei in optimalem Tempo die Berührungen/Manipulationen am Körpers positiv zu trainieren.

Sonntag, der 12. Juni 2016

10:00 bis 16:00 Uhr

50,-€ pro Person incl. Mittagessen und MWSt.

Hof Steigerwald

Ochtmannier Dorfstr. 19

27305 Süstedt

04247- 970 3993

Hühnermodul 1

Hühnerseminar Modul 1

Voraussetzung für gutes Training sind vernünftige Grundlagen. Beim Training mit positiver Verstärkung sind diese Timing, Kriterien und Belohnungsrate.
Wann genau verstärke ich,
was genau verstärke ich und
wie oft bestärke ich ein Verhalten, so dass es sich für mein Tier lohnt „die verrückten Spiele mit zu spielen.“ (Bob Bailey)?

Die Hühner bescheren einem ungewöhnlich intensive Seminare für das Erlernen von Trainerqualitäten, weil sie durch ihre Schnelligkeit die des Trainers verlangen. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die Unmittelbarkeit des Verstärkers mit der Qualität des Lernens zusammen hängt. Hierfür müssen wir in zwei Bereichen schnell sein. Motorisch fit für Training zu sein heißt eine geschmeidige Daumenmuskulatur zu entwickeln, die blitzschnell anspricht. Nächster Faktor ist ein Arm, der ebenso flott das Futter anreicht, um dann fix in die Nullposition zu entschwinden.
Das Tempo, mit dem wir das Gesehene in Tun oder Nicht-Tun umsetzen, also die Fähigkeit, schnelle Entscheidungen zu treffen und sie korrekt auszuführen, ist ebenso eine Herausforderung, die die Hühner an uns herantragen. Das sogenannte Techniktraining ist hier immer hilfreich, egal mit welcher Tierart wir kommunizieren. Außerdem ist es wunderbar meß- und vergleichbar, damit ihr eure Fortschritte realisiert.
Ihr bringt nach den Handling-Übungen euren beiden Hühnern bei, genau in die Mitte eines Targets zu picken. Hierbei habt ihr die ersten intensiven Begegnungen mit der Bedeutung von Timing und Beobachtungsgabe.
Nach dem Mitte-Picken geht es an die Unterscheidungsaufgaben. Eure Hühner lernen, aus 4 Farben bzw. Formen einen „heißen“ Target zu picken. Dieses Verhalten zeigen sie über einen bestimmten Zeitraum selbst unter massiver Ablenkung.
Haben sie nun über mehrere Tage gelernt, nur diesen einen Target zu picken, übt man nun, ein so starkes Verhalten weg zu trainieren. Dies gelingt in einem einzigen Durchlauf, der beachtliche Shaping- Fähigkeiten verlangt sowie Entscheidungsfreudigkeit, Präzision und motorisches Geschick.

Wie in allen Modulen steht euch euer Trainingspartner immer hilfreich zur Seite. Das Co-Trainer-Sein beinhaltet praktische Dinge zur Strukturierung des Trainings. Darüber hinaus lernt ihr, das beobachtete Verhalten von Mensch und Huhn so zu kommunizieren, dass der Trainer sein Verhalten verändern kann, um auf Aktionen des Huhnes adäquat zu reagieren.

Theorie- und Praxisteile wechseln sich die ganzen Tage ab, damit das Getane geistig verdaut werden kann und das Gehörte ins Tun umgesetzt wird. Nach diesen fünf Tagen mit Hühnern fühlt sich Training einfach anders an, ihr werdet vieles bei euren Tieren mit anderen Augen sehen.

Hühnermodul 3: Signalkontrolle

Geht es in Modul 1 und 2 darum, wie Verhalten trainiert werden, wie man sie überhaupt bekommt, wenden wir uns in Modul 3 zusätzlich dem wann zu. Das nennt sich trocken Signalkontrolle und bedeutet, dass ein Verhalten prompt, mit der richtigen Erfolgsquote, in der nötigen Geschwindigkeit und Genauigkeit gezeigt wird, wenn das entsprechende Signal dazu gegeben wird.

Und NUR dann. Hierbei zeigen sich die wahren Trainerfähigkeiten. Es macht außerdem ungleich mehr Spaß, wenn der beeindruckende Spanische Schritt beim Pferd nie ungefragt kommt.

Ihr bringt den Hühnern zwei Verhalten bei und setzt diese auf ein bestimmtes Signal. Das „Drehhuhn“ dreht sich im Kreis und das „Laserhuhn“ pickt auf einen Target, wenn das Licht erscheint und pickt weiter, solange er an ist. (Fortgeschrittene arbeiten mit 2 Farben und 2 Targets.) Kein Licht- kein Picken. Klingt einfach, ist es im Prinzip auch, wenn man die dazugehörigen Lerngesetze verstehen und anwenden lernt.

In den Theorie-Einheiten beleuchten wir, warum welche Vorgehensweisen sinnvoll sind und welche Rolle die Verhaltensökonomie spielt. Auch das Thema „Löschen“ ist theoretisch und praktisch erlebbar, ebenso wie ein Signal zur Hilfe zu nehmen und es dann später durch ein Neues zu ersetzen.

Wie in allen Modulen ist das Co-Trainer-Sein ein wichtiger Bestandteil des Seminars. Verhalten zu beobachten, wenn man nicht selbst den Clicker in der Hand hat, schult ungemein. Das Beobachtete in „Trainersprache“ weitergeben zu können, ist ein weiteres wichtiges Werkzeug, um im Training immer besser zu werden.

Die Hühner helfen vom „good enough“ zur klaren Kommunikation, wovon alle Tiere profitieren, mit denen wir arbeiten.

Termine 2016: 18.-22. Mai 23.-27. November

Hühnerseminar Modul 3

Tagesseminare mit Hühnern

Interessiert an Hühnertraining? Was ist dran an dieser Methode? Was kann mir das für meinen täglichen Umgang mit meinen Tieren bringen?

Einsteigerseminar Hühnerclickern

Zielgruppe Jugendliche von 10 bis 18 Jahre

Programm: In dem Workshop bekommt ihr einen ersten Einblick, wie wir Hühnern die Bedeutung von Lauten, Farben und Formen vermittlen können. Unsere Hühner zeigen euch, wie ihr mit ihnen kommunizieren könnt, Hindernisse nehmen und Musik machen könnt. Das geht nicht? Tja, wer es genauer wissen will, kommt in den Workshop.

 

Sonntag 13.3.2016 von 11-15 Uhr
Feierabend mit Hühnern
Zielgruppe Private Hühnerhalter (ab 18 Jahre)

Programm: Der Workshop bietet einen ersten Einblick in die Möglichkeiten mit Hühnern zu kommunizieren und gemeinsam mit ihnen Spiele und Sport zu machen. Neben den alltäglichen Begegnungen mit den privaten Hühnern hinterm Haus, kann so die Beziehung zwischen Mensch und Huhn auf lustige und bewegte Weise gestärkt werden. Durch eine gute Kommunikation kann so der Alltag der Hühnerhaltung erleichtert werden.

Wir wollen gemeinsam zu Mittag essen und freuen uns, wenn jeder für das Buffet eine Kleinigkeit mitbringt.

Freitag 10.6.16 von 10-18 Uhr
Mit TGI-Hühnern gut kommunizieren
Zielgruppe: Anbieter für Tiergestützte Intervention

Programm: Der Workshop bietet einen ersten Einblick in die Möglichkeiten über Clicker-Training mit Hühnern gut zu kommunizieren. Wie kann man Clicker-Training gut lernen? Ist Clicker- Training hilfreich für Hühner in der Tiergestützten Arbeit?

Der Workshop bietet praktische Übungen mit Hühnern. Am Nachmittag wird Frau Dr. Carola Otterstedt für einen gemeinsamen Austausch zum TGI-Einsatz mit Hühnern, zur Beziehungsarbeit und zum Training mit Hühnern vor Ort anwesend sein: Welche Hühner mögen Clickern? Was kann ich mit Clickern für mein
Hühnertraining, in der Ausgleichs- und Beziehungsarbeit vor Vorteile bieten? Ist Clickern für den TGI-Einsatz hilfreich (im Altenheim, in Schulen…)?

Wir wollen gemeinsam zu Mittag essen und freuen uns, wenn jeder für das Buffet eine Kleinigkeit mitbringt.
Leitung Nina Steigerwald, Dr. Carola Otterstedt

Bericht zweier Teilnehmerinnen von Modul 2

Hier zwei Feedbacks nach fünf intensiven, großartigen Trainingstagen:

Huhn im Modul 2

Sabines Bericht ist auf ihrem sehr informativen Blog zu lesen.

Gesa Zwirner schreibt:

Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert!
Eine Idee im Kopf, mal sehen was passiert und das nehmen, was man kriegt: So geht es vermutlich vielen, die mit ihren Pferden (oder anderen Tieren) clickern. Und so bin ich bisher auch oft vorgegangen – mit einem Endziel vor Augen, aber auch immer bereit einen Kompromiss einzugehen.
Denn: wer macht sich schon die Mühe, und schreibt Schritt für Schritt auf, was genau man wie genau mit welchen Zwischenschritten dem Tier beibringen möchte. Und überprüft dann, ob wirklich 80% richtig waren, bevor es einen Schritt weitergeht? Und hat obendrein die sogenannte „Daumendisziplin“ und kommt ohne „Herzensclick“ (ja, es war zwar nicht ganz richtig, aber er hat sich doch sooo bemüht! ) aus? Schließlich freut man sich doch, wenn das Tier etwas gelernt hat, auch wenn es nicht 100%ig das war, was man sich ursprünglich überlegt hat.

Die großartige Erfahrung, wie es sich anfühlt, wenn ein Plan funktioniert (und unter anderem die oben genannten Schwierigkeiten gemeistert werden) konnte ich jetzt als Teilnehmer des Moduls 2: „ Trainingspläne und –kriterien“ machen. Im Verlaufe des fünftätigen Seminars gab es jede Menge Aha-Erlebnisse, beispielweise wie die praktische Umsetzung von Backward Chaining funktioniert und welche Vorteile dies hat. Dies wurde unter anderem in Trainerspielen erlebbar gemacht und mit den gefiederten Trainingspartnern umgesetzt.
Eine noch am ersten Tag ziemlich unmöglich klingende Zielsetzung (bringe den Huhn bei, zwei Mal zwei 1,50m entfernte Pylonen zu umkreisen) wurde realistisch. Wie wichtig es ist, zunächst einen Plan auszuarbeiten und die Kriterien genauestens festzulegen wurde immer deutlicher. Denn ohne wirklich genau zu wissen, was man tut, passiert genau das, was zu erwarten war: das Huhn weiß ebenfalls nicht, was es tun soll und macht das, wofür man es bestärkt hat. Weiterer wichtiger Zwischenschritt: Wo stehe wir? Was kann mein Tier? Wo sind Schwierigkeiten, wie kann ich dazu beitragen, diese zu überwinden?
Diese und noch sehr viele andere Erkenntnisse lassen sich meiner Meinung nach eins zu eins auf meine Tiere übertragen. Mit dem Vorteil, dass ich diese Erkenntnis gewonnen habe, ohne mein Tier völlig zu verwirren oder zu frustrieren. Ich denke da beispielsweise ans Matching Law: Eben hat es doch einmal geklappt, nun wirst das Tier es bestimmt wieder richtig machen. Leider nein! Wenn es vorher sehr oft mal falsch gemacht wurde, ist die Chance, wieder einen Fehler zu machen, extrem hoch. Erwarte also nicht zu viel (und auch nicht zu wenig) von deinem Tier, sondern zähle und beobachte genau!
An diesen fünf Tagen habe ich wirklich viel in Theorie und Praxis gelernt. Ich weiß jetzt, wie ich realistische Pläne mache, sie überprüfe, ändere und umsetze.
Jedem, der in professioneller und entspannter Atmosphäre etwas zum Thema Tiertraining lernen möchte, sei ein Seminar auf Hof Steigerwald ans Herz gelegt – es lohnt sich wirklich sehr – auf allen Ebenen !

Bericht einer Teilnehmerin von Modul 1

Danke an Tanja Defoßé für die ausführliche Beschreibung von 5 Tagen Hühnerclickern!

„Tja, gar nicht so einfach „kurz“ zu beschreiben, was ich beim Hühnerseminar in der Praxis besonders gefunden habe.

Ich habe mir für das Hühnermodul angemeldet, weil ich eine Möglichkeit gesucht habe meine Fähigkeit im punktgenauen Clickern zu verbessern und Übung darin zu bekommen den Fokus während einer Clickereinheit zu halten – und das möglichst ohne mein Pferd zu verwirren oder aufgrund irgendwelcher Übungen zu frustrieren, nur weil ich meine Fähigkeiten schulen will. Ich will nicht „rumclickern“ und ich will auch nicht nur „Tricks üben“, sondern Clickern im täglichen Training nutzen. (oder gar irgendwas unbewusst zu clickern, was ich gar nicht will, weil mein Fokus bei mir liegt und nicht beim Pferd…)

Diesen Anspruch fand ich eigentlich schon hoch an Hühner… ähem… was soll ich sagen sie haben mich so viel mehr gelehrt (in Verbindung natürlich mit dem theoretischen Erklärungen und ständigen Hilfestellungen und Nebenübungen durch Nina und Katja – wie Trainerspiele, Trockenübungen, Gymnastik zur besseren eigenen Koordination usw.).

Dazu muss vielleicht gesagt werden, dass eine Trainingssession 40 Minuten lang ist und jede Teileinheit mit Huhn anfangs 30 Sekunden, später 1 Minute, danacherfolgt ein Wechsel des Huhns – je Trainer zwei Hühner (man trainiert immer zu zweit)… Die Hühner könnten eine Einheit sicher von der Konzentration her länger durchhalten – als Mensch sind die Einheiten manchmal schon eine Herausforderung hinsichtlich wirklich!!! den Fokus auf der richtigen!!! Handlung zu behalten und dabei auch noch den absolut richtigen Zeitpunkt zu clicken und ggf. zwischendrin von Plan A auf Plan B oder Plan C auszuweichen. (4x 40 Minuten Training am Tag: in den 40 Minuten schafft man ca. 3-4 x je Huhn, da dazwischen immer wieder über nächste Trainingsschritte gesprochen, aufgeschrieben und aufgebaut wird)

Und dabei war ich völlig frei von jedem Gedanken an „und was ist wenn ich dem jetzt Unsinn beibringe?“… es sind Hühner, egal ob sie danach Farben erkennen können oder nicht werden sie ihr Hühnerleben einfach weiter leben: beim Pferd oder Hund muss man da hinsichtlich Fehlverhalten oder ähnlichem schon eher aufpassen, das könnte nach hinten losgehen…
Was habe ich nun gelernt – und das ist nur das, was ich aus den PRAKTISCHEN Teilen aus eigener Erfahrung mitgenommen habe:
– Du kriegst was du clickst und nicht was du willst: Das Huhn zeigt dir in Sekunden, ob du richtig clickst, denn 30 Sekunden reichen hier völlig, um ein vorher „astrein“ pickendes Huhn in ein schnickendes, laufendes oder desinteressiertes Huhn zu verwandeln. ABER: man kann es auch wieder beheben: Sackgassen sind zum lernen und nicht zum verzweifeln da.
– Definiere vorher genau was du clicken willst: so genau es irgend geht (Plan A); formuliere auch Plan B, wenn Plan A nicht funktioniert und benenne dann noch den Notfallplan C. Dabei
ist formulieren wörtlich genommen, denn beim aussprechen und formulieren für den jeweiligen Co-Trainer werden die Lücken bewusst und auch die Formulierung gut bedenken(statt „Ich versuche zu clicken“… besser:“Ich clicke“) und definiere eine evtl. Aufgabenverteilung ganz genau.
– Scheue dich nicht Pause zu machen, wenn du nicht weiter weisst, lieber Pause bevor Chaos entsteht.
– Verzweifel nicht daran „zu langsam“ zu sein, sondern übe, du wirst besser und schneller werden.
– Dein Huhn starrt dich an? Ok – du hast dich bewegt vor dem Click… d.h. deine Bewegung ist jetzt zum Verstärker geworden… schule dich…
– In jeder 30Sek/1Min-Einheit sollte einer besser werden: Huhn oder Trainer (im besten Fall beide, aber mind. einer, sonst Training überdenken)
– Wenn etwas nicht klappt: gibt es Managementänderungen die helfen können: Futterpunkt? Ort der Übung? Eigene Position?
– Habe dein Ziel immer im Blick und definiere die Trainingsschritte!!!… und wenn die nicht funktionieren gilt:
– Es gibt IMMER einen Zwischenschritt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
– Gehe nur einen Schritt weiter, wenn ein Verhalten in 4 von 5 Fällen richtig ist.
– Welches Verhalten belohne ich gerade: habe ich mir vielleicht eine (unerwünschte) Verhaltenskette geclickt?
– Wie lösche ich unerwünschtes Verhalten?
– Schlechtes Timing hemmt die Aktion, gutes Timing hebt Aktion und Motivation: Schlechtes Timing lässt die Übung „verwischen“… irgendwas in einer Bandbreite X ist richtig… je präziser, desto schneller ist die Aufgabe klar und das Verhalten gefestigt.
– Nicht nur das richtige Verhalten clicken ist wichtig, sondern auch das falsche Verhalten NICHT clicken (Daumendisziplin): lieber einen richtigen nicht clicken, als einen falschen clicken: s. matching law.
– Was ist das matching law und kann ich dies „überlisten“? Antwort: leider nein, aber ich kann hoffentlich immer mehr in die gute Waagschale werfen ;-): matching law: 1 falsch geclickt und dann 1 richtig geclickt: heisst nicht, oh jetzt hat das Huhn es verstanden sondern, ich habe eine 50/50 Chance, wie die nächste Aktion sein wird… und wenn ich ab da immer richtig clicke wird die Relation besser… (blöderweise werde ich nur nicht immer richtig clicken…)
– Einfach „rumclicken“ und nehmen was kommt ist nett, aber kein zielgerichtetes Training: erst zielgerichtet wird clickern m.e. seinen Möglichkeiten wirklich gerecht: auch Ziel im Auge behalten, wenn was anderes „gerade doch so niedlich ist“… d.h. frage dich, ob du am Ende einer Einheit deinem Ziel näher gekommen bist (das andere darf auch sein, aber ich für mich sehe da einen Unterschied zwischen aus dem Spiel etwas entwickeln und ein Trainingsziel erreichen wollen… und da muss man m.e. aufpassen, dass man nicht aus Bequemlichkeit beim ersten verbleibt )
– Schreibe Endpunkte einer Einheit (also hier der 30 Sekunden/1 Minute auf), damit du genau am richtigen Punkt wieder startest und nicht über zu erbringende Leistung „verhandelst“ (was gerade dann passiert, wenn man sich unsicher ist, welche Leistung man bereits verlangen kann…): Ein Click und Belohnung sind KOSTBAR…
– Die Belohnungsrate muss so hoch sein, dass dein Tier motiviert dabei bleibt, aber der Click darf auch nicht „zu billig“ sein, da sonst die Lernstufen zu flach bleiben – oder man ggf. auf einer Lernstufe verharrt und nicht weiter kommt (man darf auch beim clickern fördern und fordern… bzw. eigentlich muss man, wenn man mit Erfolg trainieren will)
– Was mache ich wenn mein Huhn z.B. bei Dauer (Farbe die gepickt werden soll liegt nicht mehr auf dem Tisch, Huhn soll einfach nichts tun, bis die Farbe wieder dazu kommt … immer nach 10 Sekunden scheitert…ist „weniger“ fordern immer die bessere Lösung ?… oder löse ich eine Abwärtsspirale aus…?
– Lass dich nicht vom Huhn „runter“ handeln in der Leistung (oder immer höher handeln in der Gegenleistung: ich habe einem Huhn erfolgreich bei gebracht, dass es Gurken haben kann… *kicher… ein Blick in den Topf: keine Gurke, keine Leistung… )

….und je mehr ich nachdenke, desto mehr kommt dazu… und das war nur der reine Hühner-Praxis-Teil…also ureigene Erfahrung…
Wenn ich hier noch auf Theorie und zusätzlich Übungen eingehe schreibe ich ein Buch
(und wenn ich dann noch die ganz unerwartet aufkommenden „Nebenthemen“ unter uns Menschen wie wertschätzende Umgang und gewaltfreie Kommunikation miteinander mit aufliste wirds ein Roman…)

und dann kommt man nach Hause… nimmt sich sein Pferd… und stellt fest: Man sind Pferde langsam… da hat man ja richtig Zeit…

und übt tanzen, also linkes Vorderbein über rechtes setzen und zurück…gestern 3 Minuten: war heute auf meine Bewegung zuverlässig abrufbar… (und meine
Tinkerin ist nicht die reaktionsschnellste )

ach ja: nebenbei erwähnt fand ich es auch toll, dass die Hühner nicht in ihren „Käfigen“ (eingestreut und so groß, dass sie sich bewegen konnten und auch eine Stange hatten) geblieben sind
über die 5 Tage, sondern jeden Abend zurück in ihren Auslauf durften… morgens haben wir sie dann wieder geholt: Interessanter weise standen die Hühner mit denen geclickert wurde morgens
schon an der Tür und sind uns entgegen gelaufen… sehr spannend…

Dazu kommt dann noch eine schöne Atmosphäre, die lernen, fragen, ausprobieren ohne Druck und Stress ermöglicht hat und mir ermöglicht hat bei mir und meinen Erfahrungen zu bleiben und nicht „in Vergleichen mit anderen“ zu denken… ein grosses „gefällt mir“…