Medical Training bewirkt Wunder in der Beziehung

Wie Medical Training unsere Beziehung verändert hat

Ich bin Katharina Röpnack und Medical Training macht mir gerade am meisten Spaß.
Was klingt wie ein Werbespruch ist aber tatsächlich mein voller Ernst.
Kurz zu mir, ich bin Pferdetrainerin und habe die Ausbildung zum Trainingsspezialisten Pferd bei Nina absolviert. Außerdem bin ich Wippentrainer und Medical Trainer in Ausbildung und habe am Hühnereinsteigermodul teilgenommen.

Ich habe neben meinem coolen Shetty Hagrid ein Süddeutsches Kaltblut namens Sir Quickly (18 Jahre alt). Er ist ein Skeptiker: „Huuuu, das Blatt auf der Erde könnte mich vielleicht fressen…“
Durch das Clickertraining konnte ich ihm bereits helfen mehr Selbstbewusstsein aufzubauen, mehr Neugier zu entwickeln und mutig zu sein. Ein Stromkasten am Wegesrand ist also kein Gruselobjekt mehr, sondern ein Gegenstand, den es sich lohnt anzugucken.

Die Ausbildung bei Nina zum Medical Trainer ist total spannend und voller Wissen, um die eigenen Trainerskills zu verbessern. Einfach strukturiert und gut durchdacht. Training auf wissenschaftlicher Basis mit klaren Zielen. Die „Klasse“ ist durchweg sympathisch und es macht großen Spaß, gemeinsam zu lernen. Durch die Pandemiesituation gerade, hat sich die Ausbildung von Präsenz- zu Onlineseminaren geändert. Der große Vorteil ist, dass ich mir die Aufzeichnungen der Webinare und Coachings immer wieder ansehen kann.
In der Ausbildung lernen wir also, wie man Pferden, Besitzern und Behandlern helfen kann die Untersuchung und Behandlung so stressfrei wie nur möglich zu gestalten.
Ich habe mich motiviert ans Training gemacht. Zu allererst musste ein Kooperator her.
Was ist das … ein Kooperator?

Kooperator im Medical Training
Kooperator im Medical Training

Das Pferd lernt die Unterkieferäste auf einem gepolsterten Brett. z. B. auf einem Ständer abzulegen und still zu halten. Das ist das Kooperationssignal. Erst dann, beginne ich eine Manipulation oder einen Reiz auszuführen, beispielsweise das Anheben der Oberlippe.
Sobald das Pferd sich bewegt oder den Kopf hebt, stoppe ich die Manipulation. Ich warte bis das Pferd den Kopf wieder ablegt und stillhält, also erneut das Kooperationssignal zeigt und übe gegebenenfalls einen schwächeren Reiz aus. Hält das Pferd den Reiz/die Manipulation aus, gibt es Click und Futter. So kann das Pferd mit mir kommunizieren. Er zeigt seine Kooperationsbereitschaft und sagt mir: Ich bin bereit.
Oder eben auch: „Nein, ich kann meinem Kopf gerade da nicht ablegen. Der letzte Schritt war zu gruselig, unangenehm oder hat mir weh getan.“

Mein Pferd hat erstaunlicherweise sehr schnell verknüpft, was der Job ist. Sonst dauert es bei ihm meist sehr lange neue Impulse zu verarbeiten und zu vertrauen.

Ich hatte mit Sir nie ein großes Problem. Unter Zwang und mit Druck war es einfach z. B. eine Wurmkur zu geben, oder selbst bei einer Tränenkanalspülung war er händelbar. Beim Spritzen hat er die ein oder andere Nadel verbogen, aber Blut abnehmen oder 20 Min am Tropf, klappte.
Aber mein Gewissen schmerzte und mein Mitleid war sehr groß. Ich spürte, dass das Vertrauen bröckelt und dass beim nächsten Mal sein Unbehagen größer war. Ich wollte keinen Druck oder Zwang mehr ausüben. Ich wollte ihm nicht das Gefühl geben der Situation ausgeliefert zu sein. Wenn ein Tiger ohne Sedierung sich freiwillig Blut abnehmen lässt… dann wird mein domestiziertes Pferd das doch sicher auch schaffen.

Das Medical Training mit dem Kooperator hat mir in Bezug auf die Freiwilligkeit und das Thema „Aushalten“ noch mal die Augen geöffnet und uns einen Weg geebnet, der sogar Spaß macht. Hier ein Beispiel:

Ich war soweit und konnte die Oberlippe meines Pferdes hochklappen und mit meinem Finger Zahnfleisch und auch Zähne berühren, kratzen oder klopfen. Z. B. wichtig für die kapillare Rückfüllzeit; ein Teil der allgemeinen Untersuchung beim Tierarzt.

Nun gab es eine Situation, dass ich einen Halm zwischen zwei Zähnen entdeckt hatte und entfernen wollte. Der Reiz dauerte also zum einen länger, als der Trainingsschritt es eigentlich zuließ und vielleicht war es auch unangenehm. Er bewegte also seine Zähne, Zunge und das Maul und nahm schließlich seinen Kopf vom Kooperator. Ich hörte natürlich auf, war aber noch voller Ehrgeiz… der Halm muss da nun raus. Ich wartete also, dass er seinen Kopf wieder ablegte. Das passierte zum Glück auch. Also wieder Finger an die Nase, Daumen an die Oberlippe, Lippe hochklappen und dann mit dem Finger Richtung Zahn… da schnappte die Lippe einfach runter. Es war eine sehr witzige Situation und ich musste laut lachen. In Sir´s Gesicht war zu erkennen, dass es ihm anscheinend auch gefiel, dass ich mich freute. Im nächsten Anlauf durfte ich dann wieder mit meinem Finger das Zahnfleisch berühren. Aber ich passte den Trainingsschritt entsprechend an. Also wirklich nur kurz berühren. Denn er hatte mir damit deutlich gezeigt, dass ihm das Rumpuhlen am Zahn zu viel war. In der Trainingssession war es mir aber durch kleinschrittiges Training noch möglich den Halm zu entfernen. Diese Art der Kommunikation ist so wertvoll und wichtig.

Klar hätte ich ihm am Halfter packen können und den Halm da schnell raus bekommen… aber freiwillig, ohne Festhalten, ohne Zwang und mit Kooperation meines Skeptikers, war es so viel mehr wert.

Mittlerweile ist es so, dass Sir brummelt und sich freut, wenn ich den Kooperator aufbaue. Er mag das Training sehr. Womöglich weil er selber darüber bestimmen kann, was er aushalten kann und ich auch konsequent auf ihn höre. Er darf „Nein“ sagen und ich muss dann einfach überlegen, wie ich das Training aufbaue, damit er „Ja“ sagen kann. Und man wird immer besser. Kreative Ideen sprudeln viel schneller als vorher aus meinem Kopf.

So kam es, dass ich während eines Fotoshootings für einen Artikel über Medical Training kurzerhand das Spritzentraining begann und er innerhalb von 10 Minuten gelernt hat den Kopf auf dem Kooperator zu lassen, ich die Vene abdrücken konnte und die Spritze (ohne Nadel) an den Hals drücken konnte. Das war vorher nicht möglich ohne Anspannung am Hals, weiß im Auge, rückwärts oder seitwärts Tritte. Und diese Glücksgefühle machen das Training so wunderbar.

Medical Training mit Kooperator
Spritzentraining mit Kooperator, Foto: Lena Kriebel

Kleinschrittiges Training sorgt für Erfolge – Erfolge sorgen für Motivation und ein gutes Gefühl. Beim Pferd, wie auch beim Menschen.

Ich kann jedem nur empfehlen sich mit dem Medical Training zu beschäftigen. Das Pferd lernt dabei nicht nur Untersuchungen oder Behandlungen stressfrei über sich ergehen zu lassen, nein, man selber lernt auch viel über nachhaltiges Training und über die Grenzen des jeweiligen Pferdes. Man wird kreativ und lernt dabei seinem Pferd zu helfen ein Held zu sein, ohne es zu retten.

Katharina Röpnack
www.motivierendes-pferdetraining.de

Klopapier-Challenge trifft Medical Training

Klopapier um Pferdekopf

Meine Pferde haben sich zum Glück noch nie so verletzt, dass sie einen Verband brauchten. Wolfgang hatte letztes Jahr jedoch eine Huflederhautreizung und bekam einen Hufverband. Das macht man ganz praktisch mit einer Babywindel und Panzertape. Alleine das Geräusch beim Abreißen von Letzterem veranlasst viele Pferde, lieber den Ort des Geschehens verlassen zu wollen. Aber zum Glück gibt es Medical Training! Wenn wir im Vorfeld mit unseren Pferden üben, dass sich Stillstehen lohnt, wenn seltsame Dinge um den Körper gewickelt werden, dann ist im Notfall alles ganz easy.
Willst du auch deinem Pferd entspannt einen Verband anlegen können? Dann sei jetzt bei unserer kostenlosen Klopapier Challenge dabei! 🚀
🧻 🐴 ⭐️#KlopapierChallenge trifft Medical Training⭐️ 🐴 🧻
Du brauchst: ✅ Klopapier ✅ ein Pferd ✅Clicker & Futter ✅ eine (Handy-)Kamera ✅ Spaß !

Was auf den ersten Blick nach einer reinen Zeitvertreib-Spaß-Aktion aussieht, ist auf den zweiten Blick ein wunderbares Trainingsfeld für positive Verstärkung und Medical Training.
Laufzeit: Du hast drei Wochen Zeit zu trainieren.
Lass uns in der Facebookgruppe „Medical Training für Pferde mit Nina Steigerwald“ mit Videos an deinem Training teilhaben, stelle Fragen, tausch dich aus und schau, was die anderen Teilnehmer posten.
Um den 15. August herum findet die Verlosung der Gewinner statt. Den genauen Termin werden wir die Woche vorher bekannt geben.
Die Gewinne:
🏆 1.-3. Preis: je ein Medical-Training-Webinar nach Wahl aus der Steigerwald.T-Online-Academy (im Wert von 59 € )
🏆 4.-6. Preis: je einmal ein Webinar nach Wahl aus der Reihe Ninas Basics (im Wert von 29 €)
Die Anforderungen: 🐴 mindestens 10x mit dem 🧻 um Kopf, Hals, Bauch und ein Bein 🐴 stillstehen – alle Hufe bleiben die komplette Zeit auf dem Boden 🐴 du fütterst dein Pferd selber 🐴 je weniger Clicks, desto besser 🐴 Extrapunkte: das Klopapier bleibt am Stück -ohne Riss ☝🏻- 🐴 noch mehr Extrapunkte: Wieder-Aufrollen am Pferdekörper, zwecks Müllvermeidung und Weiterverwendung.
Bist du dabei? Dann lass uns gemeinsam durchstarten.
🤩 Kostenlose Facebookgruppe „Medical Training für Pferde mit Nina Steigerwald“:
🎓 Online-Academy: Training Tiergerecht | Pferdewippen | True horse agility | Clickertraining |
Medical Training
🛒 Shop Trainings- & Therapiegeräte
Community: Bist du schon Mitglied in unserer kostenlosen Facebookgruppe? Wenn nicht, fühle
dich herzlich eingeladen beizutreten!

Feuer und Flamme für Hühnertraining

Trainingsstimmung beim Hühnerseminar

Hühnertraining ist eine hervorragende Voraussetzung für die Kommunikation mit positiver Verstärkung. Hierbei spielt es keine Rolle, ob Ihr ein einzelnes Pony glücklich machen wollt oder einen ganzen Zoo.
Damit Ihr von den neuen Seminarformaten Steigerwald.T Wippentrainer und Medical Trainer optimal profitieren könnt, bieten wir Kombipakete an:
Hühnermodul 1 + Wippentrainer  für 999,-€ anstatt 1089,-€ und
Hühnermodul 1 + Medical Trainer 1. Praxiswochenende für 999,-€ anstatt 1089,-€.

Für viele ist es verständlicherweise immer noch nicht so klar, warum wir so gerne mit Hühnern trainieren. Zur Erklärung ist der Erfahrungbericht von Judith aus Münster sehr hilfreich:

„Hühner trainieren?! Na, du warst ja schon immer anders!“
Es hört sich zugegebenermaßen für die meisten Menschen zunächst kurios an. Viele, denen ich erzählt habe, dass ich „Hühner trainiere“ oder „Hühner clickere“, reagierten mit einem ratlosen „Aha….“
Ich erkläre es so:
Warum trainieren Fußballspieler? Um besser zu werden, um die körperliche Fitness zu optimieren. Der Spieler, der am schnellsten laufen kann, ist der erste am Ball. Und um die Reaktionszeit zu verbessern und die Technik, den Ball so weit und so gezielt wie möglich zu spielen. Der Spieler, der es am Besten kann hat die meisten Erfolge. Beim Üben eines Instruments, z.B. Klavier, ist es nicht anders: Ein Pianist ist nicht so erfolgreich und herausragend an „seinem“ Instrument, weil er so begabt ist: Er übte schon immer außerordentlich viel und sicherlich übt er immer noch täglich viele Stunden!
Nebenbei haben Fußballspieler und Pianisten gute Trainer bzw. Lehrmeister, die die Fähigkeiten ihrer Schüler mit Übungen gezielt verbessern!
Deshalb trainiere ich Hühner: Um besser zu werden als Trainerin!
Beobachtung und Timing sind wichtig, ebenso auch die Schnelligkeit. Und Hühner sind schnell, glaubt es mir! Training mit Pferden oder Hunden ist danach wie Training in Zeitlupe!
Es geht also nicht darum, eine „Hühnerdressur“ zur Auftritt-Reife zu bringen. Für das Hühnerleben außerhalb des Trainings ist es nicht wichtig, einen Kreis von einem Dreieck zu unterscheiden.
Mit dem Huhn „Formen unterscheiden“ zu trainieren ist für mich und meine Qualitäten als Trainerin jedoch eine wichtige Übung und verbessert meine Trainerfähigkeiten! Es gibt viele weitere Gründe, warum gerade Hühner hervorragende Trainingspartner sind. Neugierig? Ihr könnt es herausfinden!
Der Pianist übt und übt, um im entscheidenden Moment, im Konzertsaal vor Publikum, fehlerfrei zu spielen. Nur dann ist dem Publikum der „Hörgenuss“ garantiert und dem Pianisten der Applaus sicher.
Ich trainiere Hühner, um im entscheidenden, wichtigen Training, z.B. im Rückruftraining mit dem Hund oder dem Höflichkeitstraining mit dem Pferd keine Trainingsfehler zu verursachen. Je weniger Fehler, desto besser und schneller lernen Hund und Pferd!
Es gibt 5 Hühnermodule, die jeweils 5 Tage dauern. Das mag eine Idee geben, wie vielfältig und vielschichtig Training ist. Und welche Fähigkeiten auf Trainerseite so alle trainiert werden können.
Eine wirklich sehr sehr gute Trainerin sagte: „Ich trainiere nicht brillant, ich mache nur weniger Fehler als die anderen.“
Training ist keine Zauberei, sondern Handwerk! Und dieses Handwerk ist bei der großartigen Nina Steigerwald zu lernen und zu optimieren! In ihren Seminaren wird viel Wert auf das Wohlbefinden von Mensch und Tier gelegt. Und in so einer entspannten und komfortablen Atmosphäre, wie Nina sie zu schaffen vermag, sind persönliche Weiterentwicklung und Fortschritt garantiert! Ich werde auf Hof Steigerwald weiter üben, üben, üben!
Für ein „Reinschnuppern“ werden kurze Einsteigerseminare angeboten. Ich bin schon einen Schritt weiter und werde mich für das Hühnermodul 1 anmelden! Vielleicht treffen wir uns! Bis bald auf Hof Steigerwald!!!

Steigerwald.T Silvester-Challenge

Steigerwald.T Silvester-Challenge

Die Steigerwald.T Silvester-Challenge
Seit nun fast vier Wochen machen Menschen in der Gegenwart ihrer Pferde lustige, seltsame und gruselige Geräusche. Dabei ziehen sie oft ungläubiges Kopfschütteln oder gar Kritik auf sich. Ich möchte hier noch einmal näher erläutern, was es mit dieser Challenge auf sich hat.
In der Lerntheorie beschreibt man das Phänomen der Generalisierung damit, dass bedingte Reflexe und Verhalten nicht nur auf den ursprünglichen, die Reaktion auslösenden Reiz entstehen, sondern auch durch Auslöser, die diesem ähnlich sind. Umgangssprachlich können wir es auch Verallgemeinerung nennen. Der Pawlowsche Hund beginnt z.B. auch zu speicheln, wenn der Ton der Glocke einen anderen Frequenzbereich aufweist.
Um unsere Tiere auf Silvester vorzubereiten, können wir also mit vielerlei Geräuschen, Gerüchen und visuellen Reizen arbeiten, damit sie an dem kritischen Abend -in manchen Gegenden schon Tage vorher- beim Feuerwerk entspannter bleiben. Wenn Pferde Stress haben, wenn es böllert und wir nicht wochenlag zu Trainingszwecken Raketen zünden wollen, hilft uns und ihnen die Generalisierung bei der Bewältigung dieser Aufgabe.
Kuhglocken, Hundegekläff, Werkzeuge aller Art (Föhn, Akkuschrauber, Flex, Schweißgerät, Kompressor, Kreissäge, Stichsäge, Mixer, Pürierstab, Bohrhammer, etc.), Verbrennungsmaschinen (Auto, Trecker, Radlader, Bobcat, Hoflader, Mofa, Motorrad, Erntefahrzeuge), die menschliche Stimme oder Instrumente sind mögliche akustische Reize, die wir im Training einsetzen können.
Optische Reize wirken im Dunkeln stärker auf Fluchttiere als im Hellen und auch der Faktor Geruch/Rauch ist ein Element, dem wir uns schrittweise im Training annähern können.

Praktisch angewandt kann es dann folgendermaßen aussehen: „Behavior is driven by its consequences“- Verhalten wird über seine Konsequenzen gesteuert. Verhält sich mein Tier ruhig bei der Präsentation des entsprechenden Reizes, ist die Konsequenz dieses Verhaltens etwas Angenehmes. Reiz – stehen bleiben – Click+Futter. So verknüpft es den eigentlich aversiven Reiz mit einer leckeren Angelegenheit. Wie kommen wir aber dorthin, dass dieser Reiz mit Stillstehen beantwortet wird? Indem wir uns von einer Wohlfühldistanz aus immer näher herantasten. Ein quietschender Luftballon direkt neben den Ohren wird bei vielen Pferden zum Weggehen oder gar -laufen führen, in fünf Metern Entfernung hingegen noch gut aushaltbar sein. Quietsch-steh-click-Futter-einen Schritt näher- quietsch-steh-click-Futter-einen Schritt näher- quietsch-steh-click-Futter-einen Schritt näher-usw. Irgendwann kommt dann der Punkt, an dem mein Pferd den Kopf stark hochnimmt, die Augen sehr weitet oder schnaubt. An dieser Position wiederhole ich den Reiz, bis mein Pferd wieder ein ruhiges Verhalten zeigen kann. Im Idealfall fängt es beim Wahrnehmen des Geräusches schon an zu brummeln und teilt uns dadurch mit, dass der Reiz so positiv verknüpft ist, dass er freudige Erwartung auslöst.
Distanz, Reizintensität, Richtung und Vorhersehbarkeit sind die Schlüssel, mit denen wir Zugang zum Pferd bekommen und es dort abholen, wo es noch recht entspannt sein kann. Das ist wichtig, weil wir nur so die Ruhe verstärken können, die wir schlussendlich Silvester brauchen. Findet also den richtigen Reiz, um euer Pferd abzuholen und verstärkt jede erwünschte Reaktion auf Geräusch, Geflatter oder Leuchten.
Nicht umsonst ist in der Psychotherapie die Verhaltenstherapie ein gerne und häufig genutztes Mittel, um Phobien zu bearbeiten. Manch ein Pferd hat vielleicht keine „echte“ Phobie, aber ich sehe es als meine Aufgabe an, auch den Kandidaten, die „nur“ mit aufgerissenen Augen herumlaufen und sich nicht an ihr Heu wagen, einen entspannteren Jahreswechsel zu bescheren.
In unserer Facebook-Gruppe „Horse-Agility und Clickertraining“ findet ihr viele kreative Beispiele der Teilnehmerinnen der Challenge. Natürlich bin ich auch mit Wolfgang dabei, der inzwischen deutlich entspannter ist.
Am Dienstag, den 17.12. bekommt Ihr um 19 Uhr in einem kostenlosen Webinar einen ausführlichen Überblick über die Trainingswege und auftretende Besonderheiten.

Unter diesem Link könnt ihr euch anmelden: Anmeldung zum Webinar