Workshops und Prüfungen auf dem THA Turnier

Auf dem True Horse Agility Turnier am Samstag, den 07.09.2019 auf Hof Steigerwald erwartet euch vor Allem der Spaß an der gemeinsamen Zeit mit unseren Pferden und viele herausfordernde Geräte für die startenden Teams.

Bei allen Hindernissen ist die Ausführung entscheidend, die Gelassenheit des Pferdes und wie stark eingewirkt wird. Harmonie wird bei uns sehr belohnt!

Beim Turnier wird die Zeit genommen, in der der gesamte Parcours bewältigt wird, kleine Trab- oder sogar Galoppstrecken werden also auch gerne gesehen. Auch Hindernisse dürfen in einer beliebigen Gangart ausgeführt werden. Das Tempo entscheidet aber nur bei Punktegleichstand.

Bei einigen Geräten gibt es Bonuspunkte für eine Zusatzaufgabe (in Klammern), die ihr bei entsprechendem Trainingsstand machen könnt, aber nicht müsst. Aufgaben können sein:

  • Überschreiten verschiedener Wippen (Wippe in Bewegung setzen und bewegen)
  • Überschreiten von Turnmatten (Pferd dreht sich auf der Matte um eigene Achse)
  • Slalom um 5 Pylonen
  • (Cavaletti-) Sprünge
  • Bogen zum Durchlaufen
  • Tunnel zum Durchlaufen
  • Betreten eines Drehtellers (Pony/Pferd dreht sich auf dem Teller/setzt den Teller in Bewegung)
  • Überschreiten eines Balancierbalkens
  • Betreten eines Podestes (Pony/Pferd dreht sich auf dem Podest um die eigene Achse)
  • Reifensprung
  • Flattervorhang zum Durchlaufen
  • Wassergraben
  • Trampolingestell
  • Überraschungsaufgabe 😀
Agi Event auf Hof Steigerwald

Es gibt folgende Prüfungen beim Turnier am 07.09.2019:

T 1) geführte Agility-Prüfung, Shetty u.ä. bis 1,07m, 3j. und älter
T 2) geführte Agility-Prüfung, Pony bis 1,48m, 3j. und älter
T 3) geführte Agility-Prüfung, Pferd ab 1,48m, 3j. und älter

T 4) freie Agility-Prüfung, Shetty u.ä. bis 1,07m, 3j. und älter
T 5) freie Agility-Prüfung, Pony bis 1,48m, 3j. und älter
T 6) freie Agility-Prüfung, Pferd ab 1,48m, 3j. und älter

Es besteht die Möglichkeit für Workshops am Vormittag:

Ihr könnt hier von dem praktischen Wissen von Hof Steigerwalds Agility-Team profitieren und wertvolle Erfahrungen für den Turniertag und euren Alltag sammeln. In diesem Workshop kann an den Geräten/Hindernissen oder auch anderen Aufgaben, die euch beschäftigen, trainiert werden. Es wird hier nicht mit Gerte oder Stick gearbeitet, sondern ausschließlich mit positiver Verstärkung (Clicker und Futter). Das Training ist grundsätzlich offen für alle Interessierten. Die Workshops beginnen um 10.00, 11.00 und 12.00 Uhr, Dauer: je 45min, max. Teilnehmerzahl: 5 Teams

Weitere Informationen

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Nennung von Workshops und/oder Prüfungen findet ihr in unserem Onlineshop oder in der Ausschreibung als PDF.

Steigerwald.T auf der Equitana 2019

Wir sind für Euch on Tour, denn…

…morgen eröffnet die Equitana – die Weltmesse des Pferdes – in Essen für 9 Tage ihre Tore!
Wir freuen uns riesig mit Steigerwald.Training tiergerecht und unseren Turngeräten und Pferdewippen dabei zu sein!

In Halle 6 bei Equimondi an Stand K29 ist Zeit für Fragen, Wippen ausprobieren und Gespräche rund um tiergerechtes Training und das, was euch schon immer unter den Nägeln brannte – kommt vorbei und  sprecht uns an!

Wer unsere Arbeit live erleben möchte, findet uns zum Beispiel bei Auftritten im Cavallo-Ring und in Halle 6. Wir zeigen Euch True Horse Agility und Medical Training mit positiver Verstärkung. Es wird alles dabei sein: Meine beiden eigenen Pferde Frieda und Amadeus zeigen, dass sie nicht nur auf dem heimischen Platz Spaß bei der Arbeit haben, sondern auch in den ungewohnten Hallen einer vollen Messen. Und wir beweisen, positive Verstärkung ist tiergerecht und effektiv und mit jedem Pferd umsetzbar – wenn man weiß wie. Denn wir trainieren auch Pferde von Messeteilnehmer, die wir bisher noch nie gesehen haben. Ein besonders spannender Part, auch für mich! Danke nochmal an aller Facebook-Freunde, die geholfen haben Freiwillige für diese Herausforderung zu finden.

Darüber hinaus freue ich mich auf eine anregende Talkrunde zum Thema Dominanz beim Standpunkt Pferd, bei der ich dabei sein werde. Im Gesundheitsforum könnt Ihr mich außerdem zum Thema Kooperationssignal hören.

Die Zeiten findet Ihr in der Tabelle unter diesem Beitrag oder auf der Seite der Equitana.

 

Als Spezial-Angebot zur Messe bekommt Ihr alle Geräte innerhalb Deutschlands versandkostenfrei geliefert!

Bestellungen, die direkt auf der Equitana getätigt werden, erhalten noch einmal 5% Rabatt.
Die Steigerwald.T-2BW, unsere Zweibeinwippe wird es zum Mitnehmen mit 11% geben!

Für Steigerwald.Trainings- & Therapiegeräte ins Ausland kontaktieren Sie uns bitte unter info@steigerwald-t.de für ein individuelles Angebot.

 

Hier findet ihr uns auf der Equitana

Medical Training- Kooperationssignal

Geht es im Training um potenziell unangenehme oder sogar schmerzhafte Eingriffe und Manipulationen am Körper unseres Tieres, haben wir besonders aufmerksam vorzugehen.
Ein guter Trainingplan hilft dabei, sich die einzelnen Trainingsschritte zu vergegenwärtigen und in stetem Abgleich das Verhalten unseres Tieres zu beobachten und entsprechend zu reagieren. Das sogenannte Kooperationssignal ist hierbei eine große Hilfe für Mensch und Tier. Die Idee ist schlicht und bestechend: Nur, wenn mein Tier mir das entsprechende Signal gibt, beginne ich mit meiner Aktion. Kein Kooperationssignal- kein Ausführen dessen, was mein Pferd als unangenehm betrachtet.

Der Aufbau ist klar strukturiert: Zuerst bringe ich meinem Pferd das Verhalten des Kooperationssignales bei. Das kann z.B. das Senken des Kopfes, das Berühren eines Nasen-, Hals-, oder Bodentargets oder wie im Fall der Stute Tequila ein Flehmen sein.

Kooperationssignal auftrainieren

Habe ich das Verhalten, baue ich eine Dauer von ca. 3 Sekunden auf, d.h. ich clicke und füttere mehrfach 1-3 Sekunden nach dem Signal des Pferdes das Verharren in dieser Position. Bietet mir mein Pferd jedesmal (in einer Folge von 5-10 Wiederholungen) nach dem Füttern das Signal an, ist es Zeit für die eigentliche Aufgabe.

Anstatt zu clicken, mache ich eine Bewegung oder Berührung. Erfüllt mein Pferd weiterhin das Kriterium, gibt es Click und Futter. Beim Medical Training ist in 90% der Situationen Stillhalten das Verhalten der Wahl. Hier muss ich als Trainer festlegen, wie still es sein muss. Für eine Blutabnahme brauche ich viel mehr Immobilität als für Fieber messen.

Ein Beispiel: Pferd legt Hals ab- ich berühre den Hals eine Sekunde- Pferd hält still- Click- Futter
Fünf mal wiederholen.
Pferd legt Hals ab- ich berühre den Hals zwei bis vier Sekunden- Pferd hält still- Click- Futter
Fünf mal wiederholen.
Pferd legt Hals ab- ich berühre den Hals zwei bis vier Sekunden und kneife dabei ein wenig- Pferd hält still- Click- Futter
Fünf mal wiederholen.

So bekomme ich nach dem Füttern immer eine direkte Rückmeldung, wie ok der vorherige Durchgang für mein Pferd war. Führt es noch kauend das Koopsignal aus, bin ich im grünen Bereich. Dauert es länger oder zeigt mein Pferd ein paar Sekunden lang nicht das Signal, weiß ich, dass der Trainingsschritt unbedingt modifiziert werden sollte. Ich biete also eine kurze Hilfe zum Koopsignal und übe dann einen deutlich geringeren Reiz aus, clicke und füttere wieder. Der Moment der Wahrheit ist immer nach dem Füttern! War der Trainingsaufbau vorher solide genug, kann ich mein Pferd so zurück ins Spiel holen und mich schrittweise wieder in den Bereich vortasten, der zum „Nein“ geführt hat.

Bei folgendem Video geht es um die Kooperation für das Aufsteigen. Die Stute ist nicht eingeritten.

Bewegungsstudien Ganzkörperwippe

Hier wippt Freya auf der Ganzkörperwippe mit 2000mm, auf der selbst lang gebaute Warmblüter gut ihre Hufe platzieren können. Gymnastizierung mit Turngeräten ist ein spannender Bereich zur Gesunderhaltung unserer Pferde, der immer mehr Anhänger findet. Die hier in Niedersachsen gebauten Wippen könnt ihr hier im Shop online kaufen und nach Hause bzw. in den Stall 😉 liefern lassen.

Zahnpflege beim Pferd

Tequila hatte Zahnprobleme, die so gravierend waren, dass Zähne gezogen werden mussten. Zur Nachpflege und Gesundheitsprophylaxe wäre es sinnvoll gewesen, regelmässig die Zwischenräume zu kontrollieren und zu säubern. Wie aber tun, wenn alleine bei der Annäherung an das Pferdemaul der Kopf entschieden zur Seite geschwenkt wird?
Medical Training!

Am 12. und am 26. April gebe ich bei der Volkshochschule einen Kurs „Behandlungstraining.“ Teil 1 ist Theorie in Bruchhausen-Vilsen, Teil 2 Praxis bei mir in Ochtmannien auf dem Hof.http://www.vhs-diepholz.de/index.php?id=86&kathaupt=11&knr=C04114015

Trainingsspezialist Pferd

Joost Harenborg hat uns beim allerersten Seminar des Trainingsspezialisten Pferd begleitet und die Stimmung dieses einzigartigen Seminarformates wunderbar eingefangen.

Nachdem im September erfolgreich die erste Staffel mit 12 hoch motivierten Trainerinnen an den Start gegangen ist und wir via unserer Hausaufgabengruppe quasi live die Fortschritte und Erkenntnisse mitbekommen, freuen wir uns schon sehr auf Modul 2 am 25./26. November zum Thema Signalkontrolle. Hierfür sind auch noch Plätze ohne Pferd zu haben.

Anhängertraining à la Steigerwald

In meinem Alltag als Pferdetrainerin werde ich immer wieder mit dem traurigen Thema „Verladen“ konfrontiert. Viele Pferde haben so sehr „den Kaffee auf“, dass nichts mehr geht. Die Gründe hierfür liegen bei genauerem Hinsehen klar auf der Hand. Schauen wir uns im Rahmen der behavioristischen Lerntheorie die Konsequenzen an, die das Pferd nach dem -sowieso schon!- gruseligen Betreten von eng, klappernd und etwas dunkel kennengelernt hat:

Ruckeln, Bremsen, Anfahren, Schlaglöcher, Kurven, LKW von hinten, Martinshörner, Motorräder, Abgase….dabei als Fluchttier die ganze Zeit nicht richtig gucken können. Und was ist am Zielort? Fremde Pferde, Turnierstimmung, gestresster Mensch oder gar eine Operation?

Da sagt sich so manches Pferd: „Wenn die Konsequenz von Anhänger betreten, am Po berührt werden, Klacken, Schaben und einer Klappe von hinten ist, dass mir eine halbe Stunde lang so ein Stress widerfährt, dann mache ich das nicht.“ Wenn man dann zu den Menschen gehört, die sich entschieden haben, im Umgang mit seinem Partner Pferd auf Bedrohen, Schagen und Strafen (so natürlich dies im Umgang von Pferden untereinander sein mag) zu verzichten, ist guter Rat teuer. Oder man fährt einfach nicht mehr.

Wenn da nicht das Gruselszenario von der lebensrettenden Behandlung in der Klinik wäre oder man tolle Fortbildungen besuchen möchte…

Nach Viviane Theby gibt es 1000 Wege, ein Verhalten zu trainieren. 500 davon sind tierschutzrelevant, die anderen 500 können wir uns ansehen. Ein sehr charmanter Weg ist der, den Anhänger so zu verändern, dass das Pferd gerne und vor allem auch prompt hinauf geht. Dann können wir in vielen Wiederholungen unser Anhänger-Konto auffüllen. Jede Fahrt zu „normalen Zwecken“ ist nämlich ein Abheben vom Guthaben.

Letztes Wochenende haben ich mir, dank Nadine Dopians, die uns ihren Anhänger überließ, einen lang gehegten Traum erfüllen können und den zweigeteilten Anhänger am Tag der offenen Tür vorgestellt. Mein großartiger Mann trennte das Dach ab und versah es mit Stützen und Bockwinden. So kann man einzeln die Komponenten trainieren und schnell zum Zielverhalten kommen.