Amadeus galoppiert durch den Tunnel

Ein Tunnel ist für Pferde fast immer eine Herausforderung und erfordert viel Vertrauen. Wir stärken mit dem Tunneltraining ganz nebenbei gute Nerven und legen eine gute Basis für andere Situationen, in denen es buchstäblich „eng“ wird.

Der Phantasie sind bei der Gestaltung eines Tunnels keine Grenzen gesetzt. Aus Hindernisständern und Tüchern, Schwimmnudeln, Planen, Rosenbögen, Pavillons etc. lassen sich unterschiedlichste Tunnel bauen. Die individuellen Herausforderung dabei sollten wir im Training in einzelne Komponenten aufsplitten: Eng, lang, niedrig, schmal, offen oder geschlossen am Ende oder Geräusche.

Wenn man also einen Tunnel hat, der von der Breite her unveränderbar ist, und mein Pferd so alleine nicht hindurch laufen würde, dann sollte ich ihn in einem anderen Bereich „entschärfen.“ Deswegen ist mein 80cm schmaler Fünf-Meter-Tunnel, an den Seiten ab der Hälfte offen. Ich gehe außen mit und kann von dort füttern. Erst wenn ein Pferd ihn entspannt passiert, werden die Seiten nach und nach verschlossen.

Auf unserem Agility-Turnier wird es einer aus sogenannten Paloxen sein. Die Höhe beträgt ca.160cm, die Länge ca. 250cm, oben ist er offen. In der geführten Klasse ist er ca.150cm breit, im Freilauf 100cm. Im Workshop am Samstag könnt ihr euch gerne an die gewünschte Breite herantasten.

In die Wertung fließt mit ein, wie prompt und in welchem Tempo der Tunnel durchlaufen wird und wie viel Hilfestellung seitens des Menschen nötig ist.

Achtung! Wenn man mit dem Pferd in irgendeinen Tunnel geht, sollte dieser immer breit genug sein, um das Pferd, das ggf. doch seinem Fluchtreflex nachgibt, bequem an sich vorbei lassen zu können.